Wird es 2020 einen Goldenen Zaunpfahl geben?

Ja, aber anders!

Mit Online-Abstimmung und virtueller Preisverleihung wird der Goldene Zaunpfahl in 2020 zu einem Digital-Event

Damit die Preisverleihung 2020 nicht ausfallen muss, wollen wir sie ins Internet verlegen und planen eine öffentliche Abstimmung über den Goldenen Zaunpfahl im November 2020. Helft uns, die engen Rollenvorbilder und Folgen des Gender Marketing aufzuzeigen!

Pfahlspitze-Deko

Wer gewinnt den Goldenen Zaunpfahl 2020

Die Abstimmung

Hier findet im November 2020 die öffentliche Abstimmung über den Goldenen Zaunpfahl 2020 statt. Wir präsentieren die absurdesten Beispiele aus unserem Gruselkabinett und Ihr entscheidet, wer den Wink mit dem Zaunpfahl am nötigsten hat. Infos zur Jury und den Zeitraum zur Abstimmung geben wir über die Goldener Zaunpfahl-Social Media Kanäle bekannt. Wer mit abstimmen und im Vorfeld über die nächsten Schritte informiert werden möchte, kann auch hier den Newsletter von klische*esc e.V. abonnieren.

Mit vielen Grüßen aus dem Zaunpfahl-Team

GZ-2020

Die Jury 2020

Fikri Anıl Altıntaş

#KritischeMännlichkeit
#Rollenbilder
#Repräsentation

Freier Autor und #HeforShe-Botschafter von UN Women Deutschland

Bei jedem Einkauf, auf jedem Werbeposter in der Stadt – immer wird mir suggeriert, dass ich kühle und dunkle Farben mögen soll oder das z.B Deos oder Shampoos für Männer am besten nach Testosteron riechen müssten. Warum soll ich nichts anderes mögen dürfen? Ich würde mir wünschen, dass die Werbeindustrie aufhört, starre Rollenbilder zu reproduzieren und endlich die Vielfalt an z.B. Männlichkeitsbildern abbildet, die es gibt. Deshalb unterstütze ich die #GoldenerZaunpfahl-Initiative.

Josephine Apraku

Josephine Apraku

#Repräsentaionmatters
#Rassismus
#dobetterbebetter

Mitbegründerin des IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung in Berlin

Die Frage nach Möglichkeiten für Veränderung, für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe – immer aus einer intersektionalen feministischen Perspektive – ist beständiger Antrieb ihrer Arbeit. Als freie Autorin schreibt sie Kolumnen für das Missy Magazine, Edition F und den Tagesspiegel. „Ich sage es immer wieder: Das Problem in Deutschland besteht nicht vornehmlich darin, dass BIPoC nicht repräsentiert werden. Das werden wir: allerdings meist auf rassistische Weise. Wie dieses Jahr einmal mehr eindrücklich gezeigt hat, gilt das auch in der Werbung.“

Patricia Cammarata

Patricia Cammarata

#MentalLoad
#GerechteArbeitsteilung
#ElternaufAugenhoehe

Autorin und Podcasterin, versucht seit Jahren Socken für Kinder zu kaufen, wird aber immer gefragt, ob die für Mädchen oder Jungs sein sollen

„Ich befasse mich viel mit dem Thema Mental Load, was mir ein Bewusstsein geschaffen hat, wie früh Rollenzuschreibungen Kinder in ihrer Wahlfreiheit einschränken und wie langfristig sich das im Leben auswirkt.“

Eva-Maria Lemke

Eva-Maria Lemke

Moderatorin und Journalistin, Gesicht des rbb-Politikmagazins „Kontraste“ im Ersten

„Das Bekloppte ist eigentlich, dass dieses Marketing die Kinder total einschränkt. Wenn man die beim Spielen beobachtet, dann haben die ja die verrücktesten Ideen: Matschlawine, Dinosaurierpark, irgendwas. Und dann kommen sie in den Spielzeugladen, und aus all dieser ganzen Welt bleibt für sie nur so 👐 ein kleiner rosaner oder blauer Bereich übrig.“

Mirai Mens

Mirai Mens

#youngbookstagram
#books_are_unisex
#stopgendermarketing

Bloggerin, Bookstagramerin, Gründerin von Young Bookstagram

Ich habe mich mal sehr über die Tische für „coole Jungs“ und „freche Mädchen“ (Plakataufschriften) geärgert, die ich in einer Thalia-Filiale gesehen hatte und auf denen ziemlich random Bücher lagen, die angeblich für Mädchen oder für Jungs besonders gut geeignet seien. Nachdem ich mit anderen Jugendlichen Young Bookstagram gegründet hatte, haben wir uns dem Thema Gendermarketing im Buchhandel angenommen. Mit Erfolg! Wir konnten bewirken, dass Thalia öffentlich erklären ließ, künftig auf solche Tische und Plakate zu verzichten. Der Kampf ist aber noch nicht vorbei: In anderen Buchläden – und leider auch in Bibliotheken – gibt es weiterhin Tische oder Regale, die nach Geschlechtern sortiert sind. Und auch viele Verlage betreiben Gendermarketing. Wir wünschen uns, dass das aufhört, denn Bücher sind unisex und für alle da – und jeder soll das lesen können, was er/sie/ möchte!

Martin Rücker

Martin Rücker

#EssenIstPolitik
#Verbraucherrechte
#Demokratie

Verbraucherrechtsaktivist und Geschäftsführer von foodwatch

Wollte der Werbeindustrie noch nie die Entscheidungshoheit darüber überlassen, ob Jungs rosa tragen oder Mädchen mit Feuerwehrautos spielen dürfen. Endgültig schwach geworden durch die „volle Fleischkraft von besten Rindern“, die IHM (natürlich!) als „Steak zum Trinken“ im Teebeutel feilgeboten wurde – in der Männerlounge im Shoppigcenter, während SIE mal noch in Ruhe Geld ausgeben sollte. Fragte sich da kurz, ob er jetzt als Mann mal weinen darf. Aber nur kurz. Verdrückte dann keine Tränen, schloss sich lieber der #Zaunpfahl-Jury an. Gute Entscheidung. Wünscht der Initiative von Herzen viel Erfolg: Für unsere Kinder. Für uns alle.
Und ein bisschen sogar für die Menschen in der Werbeindustrie.

Ann Kathrin Sost

Ann Kathrin Sost

#Vorurteile
#SchubladenÖffnen
#Rollenklischees

Journalistin, seit 2013 bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Referat Presse und politische Planung

An der Autobahnraststätte. Das Kind hat die Wahl zwischen „Menü Transformers“ und „Menü Arielle“. „Zum Glück mag ich Transformers“, sagt der 10-Jährige. „Arielle hätte ich niemals bestellt.“
Niemand möchte in eine Schublade gesteckt werden. Gender Marketing tut genau das. Es reduziert Männer und Frauen, Jungen und Mädchen auf manchmal unfassbar stereotype Rollen. Es schafft einen künstlichen Markt für angeblich unterschiedliche Bedürfnisse: Das ist im besten Fall schreiend komisch. Es kann aber auch Klischees zementieren: Vom Mädchen, das sich für Beauty, Glitzer und Nixen zu interessieren hat, vom Jungen, der bitteschön Action, Kampf und Abenteuer vorziehen möge. Erstaunlich, dass das im Jahr 2020 noch immer so gut funktioniert. Es funktioniert sogar so gut, dass es Klischees, Vorurteile und Vorlieben manchmal überhaupt erst produziert. Und das schadet allen, mitunter weit über das Kaufverhalten hinaus und in Lebensentscheidungen hinein, weil es ein Bild festigt, wie jemand zu sein habe – und wie nicht.
„Transformers“ waren übrigens Spaghetti mit Tomatensoße, „Arielle“ Fischstäbchen. Warum es nicht so nennen, wie es ist? Eben.

Preisverleihung 2020

Aktuelle Infos

Der Goldene Zaunpfahl

Herzlich Willkommen zum Goldenen Zaunpfahl 2020!

Der Preis für absurdes Gendermarketing geht in sein viertes Jahr, und dieses Mal wird manches anders, es gibt Neues zu berichten, weil wir uns entschieden haben, kein Risiko einzugehen, und…
GZ-2020

Presseinfo kompakt

Der Preis „Der Goldene Zaunpfahl“ ist ein Preis für absurdes Gendermarketing, der sich an Unternehmen und ihre Marketingabteilungen wendet. Er erinnert die Marketingbranche mit ihrem jährlichen Gesamtumsatz von 45 Milliarden…
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