Prinzicke

Wir suchen noch nach der empowernden Bedeutung von ‚Zicke‘ und nach dem aussichtsreichen Berufsbild von ‚Prinzessin‘, beides will uns einfach nicht gelingen. ‚Zickig‘ ist und bleibt eine Herabsetzung für Menschen, meist Frauen, noch öfter für Mädchen, die nicht das tun, was andere von ihnen erwarten. Es hat vielleicht für manche die Wörter ‚ungehorsam‘, ‚aufmüpfig‘, ‚dickköpfig‘ ersetzt. In der Summe sind sie das Gegenteil von ‚brav‘.

Foto (c) E.M.P., Screenshot @ klische*esc e.V.

Alle drei sind Eigenschaften, die als unweiblich gelten, und für die Mädchen häufiger ermahnt werden als Jungs: „Sei ein braves Mädchen!“ – Tatsächlich wird Jungen, (Studien dazu) eher ein eigener Kopf zugestanden, später nennen Personaler*innen das dann ‚durchsetzungsfähig‘ und ‚führungsstark‘ (vgl. Heidi Rozen). Und dasselbe Verhalten wird bei Frauen häufiger als ‚egoistisch‘ und ‚unsozial‘ gewertet – zickig eben.

Deshalb findet sich dieses T-shirt, das die E.M.P. Merchandising Handelsgesellschaft mbH‚ in ihrem shop anbietet, unter den Einreichungen. Und das, obwohl es dort ‚für die jüngeren Zicken‘ als cool und als ‚lustiges und einzigartiges Oberteil‘ beworben wird.

(as)

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