Littlehipstar verkauft auch blauen Jungen rosa Rutschen

Welche Konsequenzen hat es, Kinder mit „Designermode“ auf Marken zu prägen, ihnen enge Stil-Vorgaben zu vermitteln? Ist es ein Kindheitsziel, maximal stylisch, hip und exklusiv zu sein?

Littlehipstar  jedenfalls wirbt für seine „Einzigartige Kinderzimmer Deko“, „von den großartigsten Marken der Welt“.

Auf dem eingereichten Bildbeispiel klettert ein kurzhaariges Kind in Blau auf eine rosa Rutsche, die in einem blaugrauen Zimmer mit rosa Sofa steht – im Text darunter will uns Littlehipstar weismachen, das sei „Gender-Neutral“.

Foto (c) Littlehipstar, Screenshot: klische*esc e.V.

Mit dem Zusatz „wie jetzt ganz angesagt“ sollen sich offenbar diejenigen angesprochen fühlen, die genervt sind von den verbreiteten rosa Prinzessinnen vs. blaue Piraten-Einrichungen und deshalb Gendermarketing kritisieren. Wir also. Im selben Atemzug wird unsere Meinung aber als vergängliche, nicht ernstzunehmende Modeerscheinung weggewischt. Na, wenn Ihr Euch da mal nicht täuscht, wo es Gendermarketing doch erst seit 2016 in Deutschland gibt!

Und so verdient sich Littlehipstar unsere Nominierung für den goldenen Zaunpfahl 2020.

(sb)

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