gegenderte Kekse

Man könnte nun sagen: toll, bei Leibniz gibt es auch für die Mädchen Super Heroes. Aber warum sollen Mädchen bitte nur mit Heldinnen spielen, sich identifizieren und Jungs nur mit Männern? Mädchen lernen das ja von klein auf, sich mit männlichen Figuren zu identifizieren, schließlich ist die Zahl männlicher Hauptrollen in allen Genres übermächtig. Aber gerade für Jungen wäre es hilfreich, auch Frauen als vorbildhaft wahrzunehmen. Und weiter: warum müssen die Helden so grimmig sein und die überschlanken Heldinnen lächeln. Sind ihre Aufgaben etwa weniger wichtig, gefährlich und anstrengend? Kämpfen nicht beide gleichermaßen gegen das Böse und retten die Welt? Es sind wieder einmal die subtilen Zuschreibungen auf der Bildebene, die Kinder wahrnehmen, die ihr Weltbild prägen, die ihr eigenes Verhalten mit bestimmen: egal wie schlimm die Situation auch sein mag, Mädchen, immer freundlich bleiben, immer lächeln und keinen Aufstand machen … sind das die jungen Frauen, die bei Leibniz später einmal Karriere machen sollen? Jedes Produkt, jede Werbekampagne prägt das Bild eines Unternehmens und ist entscheidend, wer sich später einmal bewerben wird.

(sv)

 

Fotos: (c) Leibniz / Screenshots: klische*esc e.V.

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