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Für Mann und Frau braucht’s einen extra Kakao??

    Die Firma Dr. Goerg bietet in ihrem Online-Shop Produkte mit Bio-Kakao und Bio-Kokos an. Der Kakao wird binären Geschlechtern entsprechend vermarktet. Es gibt für Erwachsene den Mama- und Papa Kakao, mit rosa und grauer Dose. Für die süße Mama mit extra viel Zucker, für den starken Papa mit einer Prise Chili.

    Bild mit zwei Kakaodosen Links eine runde, hohe Dose mit rosa Hintergrund. Oben steht in braun MAMA KAKAO Darunter ist eine als Frau gelesene Person mit langen Haaren ab Gürtelhöhe, die von einem Mädchen von hinten umarmt wird, zu sehen Davor eine Tasse Kakao. Die rechte Dose ist genauso aufgebaut, aber der Hintergrund in grau mit Schrift PAPA KAKAO und auf dem Bild sind eine als Mann gelesene Person), die ein Mädchen auf der Schulter trägt zu sehen.

    Für den Nachwuchs gibt es natürlich auch für Jungen und Mädchen je einen extra Kakao, der total klischeehaft Helden- und Princess-Kakao heißt. Die Zutaten des Helden Kakao und des Princess Kakao sind völlig identisch, also eine reine Marketingmasche, auf die die Kund*innen anbeißen sollen. Wie immer im sind die Jungs und Papas die Helden und Starken (Chili) und Frauen und Mädchen lieben alle rosa und wollen Prinzessin sein. Da die Kinderkakaodosen eine „limited Edition“ ist, besteht noch Hoffnung auf geschlechtsneutrale Dosen.

    Was hat Kakao eigentlich mit Geschlechtern zu tun? Und was ist mit denen, die keine Mama oder Papa sind? So viele Fragen! Dabei können wir wahrscheinlich schon froh sein, dass das Produkt für die weibliche Zielgruppe nicht teurer ist, als das Produkt für Männer.

    Eine runde Dose in lila mit der Aufschrift „PRINCESS KAKAO“ in braun, darunter ein Regenbogen, rosa Prinzessinnenschloss und im Vordergrund eine Prinzessin in lila Kleid und blonden Haaren.
    Eine runde Dose mit grauem Hintergrund, darauf links eine als Mann gelesene Person, der ein Mädchen auf der Schulter trägt, oben die Schrift „PAPA KAKAO“ in braun, unten eine Tasse mit Kakao
    Eine runde Dose in grün mit der Aufschrift „HELDEN KAKAO“ in braun, darunter eine männlich gelesene Comicfigur in einem grünen Heldenanzug, die aus einer Kokosnuss Kakao trinkt.
    eine runde, hohe Dose mit rosa Hintergrund. Oben steht in braun MAMA KAKAO Darunter ist eine als Frau gelesene Person mit langen Haaren ab Gürtelhöhe, die von einem Mädchen von hinten umarmt wird, zu sehen Davor eine Tasse Kakao.
    Mit 5 Punkten auf unserem „Gruselmeter“ ist die Kakaoserie ganz weit vorne im Gruselkabinett des absurden Gendermarketings.

    Uns gruselt es, weil...

    • richtet sich explizit nur an ein (binäres) Geschlecht
    • Rosa-Hellblau-Falle: spezifische Farbzuweisung für die Geschlechter
    • Geschlechterklischees und -stereotype
    • stellt eine direkte oder indirekte Hierarchie zwischen den Geschlechtern dar
    • Ungleichgewicht bei den repräsentierten Geschlechter
    • Geschlecht als Marketingaufhänger ohne Bezug zum beworbenen Produkt
    • Vermarktung als UniSex, trotzdem implizite Geschlechtszuordnung
    • nicht geschlechtergerecht formuliert
    • Genderpricing / Pink Tax

    Ein Wink mit dem Zaunpfahl geht nach Montabauer und ein herzlicher Dank für die Einreichung an @anni_jay_

    (NT)