Der Goldene Zaunpfahl

TOPModel gewinnt Goldenen Zaunpfahl 2020

Der Preis für absurdes Gendermarketing geht in diesem Jahr
an die Depesche GmbH

Bonn, 2. Dezember 2020. Der Goldene Zaunpfahl 2020 geht an die Marke 'TOPModel' der Depesche GmbH. Mit großem Vorsprung ging die Depesche GmbH als Gewinnerin aus der Online-Abstimmung hervor. Die Ergebnisse wurden heute in einem Pressegespräch offiziell bekannt gegeben.

Die Marke 'TOPModel' der Depesche GmbH bietet eine Fülle an Produkten an, die laut Herstellerangaben "Mädchen jeden Alters die Möglichkeit geben, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen“. Was sich nach Vielfalt und Individualität anhört, ist ganz im Gegenteil ein stereotypes und sehr eingeschränktes Bild davon, was Mädchen zu interessieren habe und insbesondere, wie sie auszusehen haben.

"Gegen diese Eintönigkeit ist selbst die gleichnamige Castingshow ein Fest der Vielfalt", so Jury-Mitglied Eva-Maria Lemke in der Laudatio: "Eins haben sie aber gemeinsam: Auch die Comic-Topmodels sind natürlich immer sexy unterwegs: Ein Zwinkern über den Hotpants hier, da rutscht mal ein Top von der Schulter - spätestens da hat man das Gefühl, aus Versehen einen Pin-Up-Kalender für sein Kind gekauft zu haben." 

Auf den weiteren Plätzen landeten der Werbespot von Edeka "Danke Mama, dass du nicht Papa bist" und die Plakatkampagne der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe "Weiß Ihre Tochter eigentlich schon was sie werden möchte.

Normierte Schönheit - unfähige Väter - enge Berufswahl

Gemeinsam führen die drei Erstplatzierten die ganze Bandbreite an einschränkenden Botschaften des Gendermarketing vor, sagt Almut Schnerring, eine der Initiator*innen des Goldenen Zaunpfahls: "Vorneweg ein äußerst eingeschränktes Schönheitsideal und Verständnis von Kreativität und Vielfalt, dann das ewig wiederkehrende Bild vom Vater/Mann, der in Haushalt und Kindererziehung nichts gebacken bekommt und nicht zuletzt Berufsvorschläge, die nach wie vor auf nur ein Geschlecht ausgerichtet sind … das sind starke Bilder, mit denen Kinder tagtäglich konfrontiert werden und die sie prägen."

Keines der drei Unternehmen stand bisher für eine Stellungnahme bereit, im Gegensatz zu anderen Firmen der Nominiertenliste. Aber "Es tut sich etwas", sagt Sascha Verlan, Mitinitiator des Preises: "Wurden wir in den ersten Jahren noch ignoriert, kommen jetzt Firmen auf uns zu, streichen Produkte aus ihrem Angebot, planen neue Konzepte für ihren Online-Auftritt und fragen uns für Schulungen an.“

Für die Umtauschzeit nach Weihnachten ruft die ehrenamtliche Initiative auf, Positivbeispiele einzureichen, damit im Februar das Freispiel-Abzeichen (www.freispiel-abzeichen.de) verliehen werden kann. Ein Siegel für Firmen, die sich öffentlich und explizit gegen Gendermarketing positionieren und dies in ihrem Warenangebot und Werbeauftritt umsetzen. Zum vierten Mal seit 2016 verleiht der gemeinnützige Verein klische.esc e.V. den Goldenen Zaunpfahl, und zum zweiten Mal das Freispiel-Abzeichen. Bisherige Zaunpfahl-Preisträger*innen waren die Online-Plattform Spielaffe.de mit der App 'Toilette putzen' (2019), der Kosmos-Verlag mit dem 'Barbie Experimentierkasten' (2018) und der Klett-Gruppe gehörende Pons-Verlag mit 'Geschichten für Jungs zum Lesenlernen' und 'Geschichten für Mädchen zum Lesenlernen' (2017). Das Positiv-Abzeichen ging 2019 an ‚Wildling Shoes‘.

Pressebereich online: presse.goldener-zaunpfahl.de

Pressekontakte:

Almut Schnerring und Sascha Verlan
c/o Wort & Klang Küche, Büro für Journalismus und Kommunikation

Tel. +49 (0)228 / 71012000
Mobil +49 (0)173 / 8383137
E-Mail: preis@goldener-zaunpfahl.de
Twitter: @GoldenerZaun_
Instagram: @Goldener_Zaunpfahl

Der Goldene Zaunpfahl ist eine Initiative von klische*esc e.V., gemeinnütziger Verein zur Förderung von Wahlfreiheit jenseits limitierender Rollenklischees
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